Rundschau-Interview zur Einbruchserie

REAKTIONEN DER POLITIKER

Franz Troschke, Fraktionsvorsitzender der UWV-Kreistagsfraktion, spart nicht mit Kritik:
„Der Bürger hat das Gefühl, er werde alleingelassen.“ Es stehe nicht genügend Personal bereit, um die Einbrüche zu ahnden. Der Erkennungsdienst habe lediglich vier Mitarbeiter, von denen allenfalls zwei ständig anwesend seien. Seiner Kenntnis nach komme es seit vier bis fünf Wochen täglich zu fünf bis sieben Einbrüchen im Kreisgebiet. Daraus könne man ablesen, wie wenig Zeit die Beamten für jeden Fall hätten.

Troschke erklärte, seine Erkenntnisse habe er durch Gespräche mit Polizisten gewonnen. Derzeit seien offenbar osteuropäische Banden aktiv, die rund um Köln Fahrzeuge anmieteten und aufs Land führen.

Laut Landrat Günter Rosenke geht tatsächlich ein Teil der Einbrüche auf das Konto solcher Täter. Diese, so Troschke, stellten fest, wann und wo Immobilien nicht bewohnt seien. In diese stiegen sie dann ein.

Er habe gehört, so Troschke, dass verschiedene Vereine überlegten, eine eigene Bürgerwehr aufzustellen und in regelmäßigen Abständen Streife zu fahren. Auch er mache seit einigen Wochen regelmäßig in seinem Wohnort Kommern-Süd Kontrollfahrten. Troschke: „Von 12 Uhr bis nachmittags 17 Uhr ist da tote Hose. Und wenn es dunkel wird, ist es ganz kritisch. Wenn die Leute dann einkaufen fahren, sind sie im höchsten Maße gefährdet.“

Von Landrat Rosenke möchte er unter anderem wissen, wie hoch die Aufklärungsquote im vergangenen halben Jahr war und wie der Bürger „zur aktiven und wachen Mithilfe“ veranlasst werden könne. „Wir bitten um Informationen, wie diesem systematisch arbeitenden Verbrechertum begegnet werden kann“, schreibt Troschke in seinem Antrag.

Von | 2018-10-26T04:19:36+01:00 Montag 13. Januar 2014|Presse|